TREFF 55 “ich weiß nicht weiter!!!“

Das Diakonische Werk, TREFF 55, Vluyner Nordring 55: Beratungsstunden können, nach telofonischer Vereinbarung, von montags bis freitags von 9.00 - 12.00 Uhr im TREFF 55 vereinbart bzw. wahrgenommen werden. Wir informieren und beraten Sie über bestehende Rechte und Hilfsmöglichkeiten in allen sozialen und besonderen Lebenssituationen. Gleichzeitig helfen wir Ihnen beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen, Tel. 21653. Die für Neukirchen-Vluyn zuständige Schuldnerberaterin, Frau Süßer  (Tel. 02843/4666), bietet ebenfalls Sprechstunden nach telefonischer Vereinbarung an. Mittwochs von 15.00 bis 18.00 Uhr.

Schuldnerberatung: hier

Information beim Kirchenkreis über den Treff-55

 

Die Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes

Kirchenkreis Moers
Stadtteilbüro Treff 55

 

 

Es ist genug Geld zum Leben da! Das überrascht viele, die bis über beide Ohren verschuldet den Schuldnerberatern des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Moers gegenübersitzen. Und das bedeutet aufatmen. Denn das Prinzip lautet "Existenzsicherung vor Schuldenabbau".
Der Satz füllt das Finanzloch nicht auf, aber er ermöglicht, die Wohnung zu behalten, Strom zu bekommen und auch am Monatsende Lebensmittel kaufen zu können, oder dem Druck der Kreditinstitute zu entgehen.
Der Weg dahin ist so eben wie steinig:


1. Zahlungsverpflichtungen und Einkünfte verwirbeln im Chaos. Schluss damit. Das Wirrwarr zu ordnen ist der erste Schritt.
 

2. Gesetzliche Grundlagen für eine Hilfe, wer kennt sie? Wer durchschaut schon die Gesetze zu Pfändungsfreigrenzen und Kontofreigaben? Und wer verlässt sich nicht blauäugig auf die Richtigkeit der Kreditverträge?

 

3. Zustehende Sozialleistungen sind häufig nicht bekannt. Mit dem Wissen darum werden viele Probleme kleiner.
 

4. Die Schuldnerberater unterstützen bei Verhandlungen mit Bank und Amt
 

5. Sie erstellen einen Finanzplan, der hilft, Verpflichtungen geordnet abzubauen und
 

6. Sie beraten auch kompetent, sollte ein Insolvenzverfahren notwendig werden
Diese Schritte erfordern die Mitarbeit der Rat Suchenden. Das kann bisweilen auch weh tun. Zum Beispiel offen auf den Tisch zu legen, was zu den Schulden geführt hat und Konsequenzen zu ziehen. Denn die Beratung ist ein ganzheitliches Angebot: Da kommen nötigenfalls auch soziale, psychische oder Sucht-Probleme zur Sprache.
 

Öffnungszeiten der Schuldnerberatung:
 

Jeden Dienstag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr im Stadtteilbüro Treff 55, Vluyner Nordring 55, 47506 Neukirchen-Vluyn, Telefon: 02845/21653

Ansprechpartner: Herr Kämmer
 


Anneke van der Veen, Dipl.-Pädagogin
Leiterin Stadtteilbüro Treff 55

 

 

         Evangelische Beratungsstelle Duisburg und Moers

Für Familien-, Ehe- und Lebensfragen und

Sekretariat:

 

Mo.

08.30 - 17.30 Uhr;

Di. ;  Do.

14.00 - 15.00 Uhr

Mi.

08.30 - 16.00 Uhr

Fr.

08.30 - 12.00 Uhr

für Schwangerenkonfliktberatung

 

 

 

 

 

 

 

Humboldtstraße 64, 47441 MoerHumboldtstr. 64, 47441 Moers, ( 02841/9 98 26 00 / Sekretariat:     

 

Aus der

Ev. Beratungsstelle Moers

 

Kaum ein Tag vergeht ohne eine Pressemeldung über Kindesvernachlässigung, Kindesmisshandlung oder gar Kindstötung.

Einerseits verzerrt die aktuelle Berichterstattung sicher die Realität. In NRW wurden in den letzten 10 Jahren - nach Verlautbarungen des Familienministeriums - die Ausgaben für staatlich gewährte Hilfen zur Erziehung fast verdoppelt, und Forschungsergebnisse der Uni Münster besagen, dass 99% aller potentiellen Kindeswohl-Gefährdungen frühzeitig entdeckt werden.

 

Andererseits geht jeder Fall Kevin, Jessica oder Lea-Sophie unter die Haut und macht deutlich, dass politische Vorgaben und Finanzspritzen allein nicht ausreichen, um solche tragischen Kinder-Schicksale zu verhindern. In unserem reichen Deutschland leben viele Kinder in Armut, und sie bekommen nicht das, was sie für ein gesundes Aufwachsen brauchen. Manchmal reicht es - wie man sieht - nicht einmal zum nackten Überleben.

 

Für eine gesunde Entwicklung benötigt jeder (kleine) Mensch nicht nur die Befriedigung seiner körperlichen Grundbedürfnisse , sondern auch Zuwendung, Geborgenheit und eine sichere Bindung. Aber es gibt - vor allem in den ehemaligen Industrieregionen - seit Jahrzehnten eine Bevölkerungsschicht , die in chronischer Armut lebt mit geringen Chancen auf Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Kinder, die in solchen Familien aufwachsen, haben von Anfang an schlechte Lebenschancen. Zusätzlich mangelt es ihnen oft an der nötigen emotionalen Zuwendung, weil ihre Eltern mit der Bewältigung all ihrer Probleme überfordert sind. Wenn diese - materiell und gefühlsmäßig - chronisch unterversorgten Kinder später selbst Eltern werden, haben sie keinen (Liebes-) Vorrat, aus dem sie ihre Kinder nähren könnten; vielmehr kämpfen sie immer noch darum, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. So werden tragische Schicksale von einer Generation zur nächsten weitergegeben.

 

Die Evangelische Beratungsstelle Duisburg/Moers hält ein umfassendes Angebot bereit, um Gefährdungen des Kindeswohls möglichst zu verhindern. Da die beste Prävention gegen Kindesvernachlässigung eine stabile Mutter-Kind-Beziehung ist, nehmen wir uns im Rahmen der Schwangeren- und Schwangerschafts­konfliktberatung der seelischen, aber auch der materiellen Nöte im Zusammenhang mit dem Ungeborenen an. Wir bieten eine Begleitung während der gesamten Schwangerschaft, damit sich eine gesunde und stabile Mutter-Kind-Beziehung entwickeln kann. Wenn die Mutter (vielleicht erstmalig) in der Beratung eine verlässliche und hilfreiche Beziehung erlebt, kommt diese auch dem Ungeborenen zugute. Die frühe Eltern- (bzw. Mutter- ) Säuglingsberatung kann halten und unterstützen , wenn Schreien, Schlafstörungen oder sonstige Schwierigkeiten mit dem Baby das Leben aus dem Gleichgewicht bringen. Unsere Erziehungsberatung hilft Familien in späteren Phasen der kindlichen Entwicklung (vom Einnässen im Kindergarten bis zur Schulverweigerung kurz vor der Volljährigkeit). Selbst in der Paar- und Eheberatung oder in der Lebensberatung, wenn wir nur mit erwachsenen Ratsuchenden arbeiten, können wir dazu beitragen, dass die nächste, heranwachsende Generation bessere Lebenschancen bekommt als ihre Eltern, wenn diese ein bisschen von dem nachholen und aufarbeiten können, was ihnen in ihrer eigenen Kindheit versagt geblieben ist.

 

 

 

Dr. Dörte Wiechardt für das Team

der Ev. Beratungsstelle Moers

 

 

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