Gott spricht:

Ich will Euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt.

Fürchtet Euch nicht und stärkt eure Hände. Sach. 8, 13

 

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Gott planmäßig handelt, ob er, modern gesprochen, eine Konzeption entwickelt hat. Und genau dies zeigt uns die Monatslosung für November auf. Das Ziel des Handelns Gottes ist unsere Erlösung. Er will, dass wir leben können. Gewiss, als Sacharja diese Worte im Namen Gottes niederschrieb, da ging es ihm darum, die eben aus der babylonischen Gefangenschaft befreiten Israeliten darin zu bestärken, ihr sollt wirklich befreit, also erlöst werden. Über das Kommen Jesu in diese Welt zu Weihnachten und das Handeln Jesu zu Karfreitag und Ostern bis zum heutigen Tag möchte Gott Menschen zeigen, ich möchte, dass ihr in Freiheit und ohne Fesseln leben könnt. Frei von Ängsten und Befürchtungen, frei von Schuld,  Fehlern der Vergangenheit. Dies bewirkt Gott nicht einfach als unser seelisches Wellnessprogramm, sondern er will mit der Erlösung, die er uns zukommen lässt, nicht nur uns, sondern auch andere in ihrem Leben bereichern. Wir sollen zum Segen werden. Segen, das ist mehr als ein paar nette Worte, mehr als ein aufmunternder Blick, auch mehr kleine Aufmerksamkeiten. Segen, das ist die felsenfeste Zusicherung, Gott meint es gut mit einem Menschen, er gibt Halt in Verzweiflung, tröstet in Ausweglosigkeit und vergibt, wenn allles schief gelaufen ist. Und so, wie Gott uns erlöst, segnet und neu auf die Beine stellt, so können und dürfen wir anderen begegnen und zum Segen werden. Menschen, die Gott vertrauen, sind eingeladen, andere die Menschenfreundlichkeit Gottes erfahrbar zu machen. Und das ist das adventliche an diesem Profetenwort. „Mache es wie Gott, werde Mensch.“

Und dann kommt die Zusage Gottes. In der Begegnung mit anderen müssen wir nicht auf Tauchstation gehen, nicht die Gardinen vorziehen, sonden wenn wir anderen zum Segen werden, dann brauchen wir keine Angst zu haben und unsere Hände müssen nicht zittern.

Wie die Hirten, können wir das Wunder Gottes weitertragen.

Das ist nicht die die normale Weihnachtsgeschichte, aber vielleicht ist es ja auch wichtig, dass wir die gute Nachricht von der Menschenfreundlichkeit Gottes mal wieder ganz neu und erfrischend anders hören und annehmen.

Ein gesegnetes Advent- und Weihnachtsfest wünscht Ihr Pfarrer Wolfgang Herrmann

 

 

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