Lindenstr. 41

47506 Neukirchen-Vluyn

Konzept

3. Auflage September 2004

 

 

. Vorwort des Teams

Unsere Konzeption beschreibt den eigenen individuellen, nur für unsere Einrichtung zutreffenden Arbeitsansatz. Sie ist die anschauliche Beschreibung und Begründung der gegenwärtigen und zukünftigen pädagogischen Arbeit und somit gleichsam das Spiegelbild unserer Evangelischen Integrativen Kindertagesstätte. Sie wurde geschrieben für:

  • Eltern
    • als Entscheidungshilfe, welche Pädagogik sie für ihr Kind in unserem Haus erwartet.
  • Neue Mitarbeiter/Innen
    • Als Hilfe, sich mit unserem Konzept vertraut zu machen und um sich drauf einlassen zu können.
  • Presbyterium
    • als Information, wie sich der Gemeindekindergarten inhaltlich mit den pädagogischen Themen auseinandersetzt.
  • Kindergarten - Team
    • die gemeinsame Erarbeitung und Diskussionen um die pädagogischen Themen lassen uns immer wieder die Arbeit reflektieren und werden in Zukunft als Grundlage dienen, welche Vereinbarungen noch aktuell sein werden und wo es Änderungsbedarf gibt.
  • Die Kirchengemeinde Neukirchen wünscht dem Team des Kindergartens, und vor allem den Kindern und ihren Eltern eine pfiffige und lebendige Umsetzung dieses Konzepts.
  • Neukirchen-Vluyn, im Februar 2003

    Pfr. Manfred Mielke, Vorsitzender des Presbyteriums

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    2. Vorwort des Trägers

    Die Evangelischen Kirchengemeinde Neukirchen verantwortet in ihrer  Trägerschaft die Evangelische Integrative Kindertagesstätte, Lindenstraße. Die Kirchengemeinde versteht diese Einrichtung als Diakonische Arbeit in Bezug auf die, ansonsten in dieser Stadt nicht wahrgenommene Betreuung behinderter Kinder in dieser Stadt und deren Integration in der Bevölkerung. Und sie sieht die Tagesstätte als missionarische Möglichkeit, Familien für den Glauben und die Gemeinde zu interessieren und einzuladen.

    Die verwaltungsrechtliche Begleitung geschieht durch den Vorsitzenden des Presbyterium oder durch den Verwaltungsleiter. Die Leiterin stellt einmal im Jahr die Arbeit der Kindertagestätte im Presbyterium vor.

    Im Rat der Tageseinrichtung ist die Kirchengemeinde durch 3 Trägervertreter präsent.

    Die religionspädagogische Arbeit der Evangelischen Integrativen Kindertagesstätte Lindenstraße wird vom Träger durch einen Pfarrer der Kirchengemeinde begleitet, der mit der religionspädagogischen Betreuung der Tagesstätte beauftragt ist.

    Das Ziel der religionspädagogischen Arbeit ist es, Kinder mit elementarisierten Inhalten der Bibel Alten und Neuen Testamentes vertraut zu machen, in dem die christlichen Feste gefeiert und erläutert, biblische Geschichten erzählt und gestaltet werden. Die Kinder werden mit Grundmustern christlichen Verhaltens vertraut gemacht, wie Beten, Vergebung, liebevolle und vorurteilsfreie Annahme des Anderen und verantwortlichem Umgang mit der Schöpfung als einer Gabe Gottes. Die Lebenswelt der Kinder wird auf christliche Zusammenhänge hin befragt: Geburtstag, Ernte, Tod etc.

    Das Presbyterium begrüßt und unterstützt die intensive Elternarbeit der Kindertagesstätte und ist dankbar für das Engagement der Eltern.

    Pfr. Wolfgang Herrmann

     

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    3. Chronik der Einrichtung

    Ein Kindergarten schreibt Geschichte

    oder „die Geschichte vom Öltank“

    Es war einmal eine evangelische Kirchengemeinde in Neukirchen, die baute 1955 einen zweigruppigen Kindergarten. Doch die Gemeinde wurde größer und der Kindergarten reichte nicht mehr aus.

    So entschied man sich 1974, zwei Gruppenräume anzubauen und aus den vorhandenen 2 kleinen Räumen einen großen zu schaffen. Im Keller entstanden ein Gymnastikraum und ein Raum für den Öltank, aber die Bedürfnisse der Kinder änderten sich. Hatten sie doch zu Hause schon viel zu kleine Kinderzimmer und mussten sich beim Spielen einschränken, so war es im Kindergarten nicht anders. Eine Lösung gab es nicht, denn das Grundstück reichte zum Anbau nicht aus.

    Aber da kam die Ölheizung zu Hilfe. Eine kostspielige Reparatur wurde nötig, die sich aber nicht mehr lohnte. Daher entschied sich die Gemeinde von Öl auf Gas umzustellen. Plötzlich war ein Raum frei, so groß wie ein Gruppenraum. Toll, mehr Platz für die Kinder war somit vorhanden. Aber die Kirchengemeinde wollte mehr, einen „Schwerpunkt im Diakonischen Auftrag“ setzen. In ihrem Kindergarten sollten in Zukunft Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam leben. Der „integrative Gedanke“ war geboren.

    Da die Kinder mit Behinderung ganztägig betreut werden sollen, bot sich die Betreuungsform der Tagesstätte an. Es gab noch einmal viele Anträge und Formulare auszufüllen, bis endlich 1994 die Einweihungsfeier für die Evangelische Integrative Tageseinrichtung für Kinder stattfand.

    In Neukirchen ist diese Einrichtung mit ihrem besonderen Betreuungsangebot die einzige geblieben. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder mit Behinderungen wurde immer größer. So entschied sich die Gemeinde, im Sommer 2000 eine weitere Regelgruppe zu einer integrativen Gruppe .

     

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    4. Auftrag des Kindergartens:

     

    Der Auftrag des Kindergartens definiert sich im Gesetz für Tageseinrichtungen für Kinder GTK § 2

     

    • · Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems. Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung der Erziehungsberechtigten und die Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.
    •  

    • · Der Kindergarten hat seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im ständigen Kontakt mit der Familie und anderen Erziehungsberechtigten durchzuführen und insbesondere
    •  

    • 1. die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen,
    •  

    • 2. dem Kind zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lernfreude anzuregen und zu stärken,
    •  

    • 3. dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen,
    •  

    • 4. die schöpferischen Kräfte des Kindes unter der Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und Begabungen zu fördern,
    •  

    • 5. dem Kind Grundwissen über seinen Körper zu vermitteln und seine körperliche Entwicklung zu fördern,
    •  

    • 6. die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes zu unterstützen und ihm dabei durch ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt zu vermitteln.
    •  

  • Der Kindergarten hat dabei die Aufgabe, das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen und jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll.
  • Die Integration behinderter Kinder soll besonders gefördert werden. Behinderte und nicht behinderte sollen positive Wirkungsmöglichkeiten und Aufgaben innerhalb des Zusammenlebens erkennen und altersgemäße, demokratische Verhaltensweisen einüben können. Auch gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen soll Verständnis entwickelt und Toleranz gefördert werden.

    Als evangelische Kindertagesstätte schließt sich dem allgemein gültigen Auftrag noch der religionspädagogische Auftrag unserer Gemeinde an. Somit erfüllen wir für die Kirchengemeinde Neukirchen die Aufgabe, Kindern in altersgerechter Form das Evangelium näher zu bringen, sowie die Kinder und Familien mit der Gemeinde in Verbindung zu bringen.

     

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    5. Struktur der Einrichtung

    Träger

    Evangelische Kirchengemeinde Neukirchen

    Hochstraße 28

    47506 Neukirchen-Vluyn

    Telefon: 02845/ 5340

    Fax: 02845/ 5440

    E-Mail: evangelische-kirche-neukirchen@t-online.de

    Lage der Einrichtung

    Die Kindertagesstätte liegt im Zentrum von Neukirchen, mitten in einem Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern und Grünanlagen zwischen den Häusern.

    In westlicher Richtung sind Getreidefelder, aber auch die ehemalige Zeche ist zu sehen. Unweit des Kindergartens ist die freiwillige Feuerwehr und eine Grundschule mit integrativer Beschulung gelegen, etwas weiter entfernt das Schulzentrum und das städtische Hallenbad. Im Norden ist die diakonische Einrichtung „Kinderheimat“ der Neukirchener Mission. Ebenfalls in nördlicher Richtung befindet sich das Gewerbegebiet. Wohnblocksiedlungen der Bergleute und Industriearbeiter befinden sich in südlicher Lage. Im Osten liegt der historische Ortskern mit Kirche, Kindergarten, Spielplatz und Geschäften. Hinter dem Außengelände

    (Garten / Spielplatz) der Kindertagesstätte befindet sich der stark befahrene Neukirchener Ring. Die Straße vor der Einrichtung sowie die Seitenstraßen sind ein verkehrsberuhigte 30-km/h-Zone.

    Die Lage ist verkehrsgünstig und ihr Umfeld ländlich. Die Umgebung lädt zu Spaziergängen ein und die verschiedenen Spielplätze können gut zu Fuß erreicht werden.

    An das Tagesstättengebäude grenzt auf einem gemeinsamen Grundstück das Haus des CVJM an, in dessen Angebot Krabbelgruppen und der Eine-Welt-Laden beheimatet sind.

    Gruppen

    Die Einrichtung setzt sich aus 2 integrativen Gruppen (Bären- und Maulwurfgruppe), sowie der Regelgruppe (Katzengruppe) zusammen. Die Kindertagesstätte betreut 55 Kinder, davon 30 Tagesstättenkinder, im Alter von drei Jahren bis zur Schulreife. Die integrativen Gruppen bestehen aus jeweils 15 Kindern, davon 5 Kinder mit Behinderung. Die Regelgruppe besuchen 25 Kinder.

    Die gebäudliche Situation

    Die Einrichtung besteht aus einem Altbau und einem Anbau.

     

    Im Altbau befindet sich im oberen Bereich (Eingangsbereich):

    • das Büro
    • die Wirtschaftsküche
    • der Gruppenraum der Bärengruppe (alle Gruppen verfügen über eine Kinderküche und einen Nebenraum)
    • der Waschraum der Bärengruppe (behindertengerecht mit Duschwanne und Wickelmöglichkeit)
    • die Personaltoilette

    Im Anbau / Neubau befindet sich:

    • die Katzengruppe
    • der Personalraum
    • der Materialraum (gegenüber der Katzengruppe)
    • der Waschraum der Katzengruppe (neben dem Materialraum)

    Der Eingangsbereich besteht aus einem Wintergarten mit großem Ballbecken. Die Flure im gesamten oberen Bereich werden den Kindern als Spielraum zur Verfügung gestellt.

    Von dem oberen Bereich der Einrichtung führt eine Treppe hinunter in den Keller/Souterrain. Direkt neben der Treppe ist der Turnraum, der von allen drei Gruppen an unterschiedlichen Tagen genutzt wird. Der große Flurbereich im Souterrain führt zur Maulwurfgruppe, die sich im Anbau befindet. Sie besteht aus einem Gruppen- und Nebenraum. Es sind sehr helle Räume, da eine Seite der Räume aus einer Fensterfront besteht. Gegenüber dem Gruppenraum befindet sich der Waschraum, der behindertengerecht mit Duschwanne und Wickelmöglichkeit ausgestattet ist.

    Am Ende des Flures befindet sich der Therapieraum. Dort arbeiten überwiegend die Logopäden sowie die Ergotherapeutin. Er wird aber auch als Raum für Kleingruppenarbeiten genutzt. Vor dem Therapieraum befindet sich noch ein kleiner Abstell- und Materialraum.

    Dieser untere Bereich verfügt auch über einen separaten Eingang, der durch eine langgezogenen Rampe behindertengerecht gebaut wurde.

    Das Außengelände/Garten/Spielplatz befindet sich neben der Einrichtung. Es ist ca. 2.000 m2 groß und bietet durch die Gestaltung verschiedene Möglichkeiten.

    Öffnungszeiten

    Kindergartengruppe:

    Montag - Freitag

    07.30 Uhr – 12.30 Uhr

    14.00 Uhr – 16.00 Uhr

    dabei Abholzeiten

    Montag - Freitag

    vormittags: 12.00 Uhr – 12.30 Uhr

    nachmittags: 15.30 Uhr – 16.00 Uhr

     

    Tagesstättengruppen:

    Montag - Freitag

    7.30 Uhr – 16.00 Uhr

     

    dabei Abholzeiten

    Montag - Freitag

    mittags: 13.00 Uhr oder 14.00 Uhr

    nachmittags: 15.30 Uhr – 16.00 Uhr

     

    Schließungszeiten

    • 4 Wochen während der Sommerferien
    • zwischen Weihnachten und Neujahr
    • 1 Tag für den Mitarbeiterausflug der Gemeinde

    Anmeldung

    Sie können Ihr Kind jederzeit bei uns anmelden. Wenn Sie aber sicher sein möchten, dass wir genug Zeit für Sie haben, ist es günstig, einen Termin auszumachen. Gerne zeigen wir Ihnen unsere Räume und erzählen Ihnen einiges über unsere Arbeit.

    Die Belegung eines integrativen Platzes setzt voraus, dass das Kind Anspruch gemäß §39 BSHG auf teilstationäre Betreuung besitzt. Dies beinhaltet eine sechsstündige Betreuung mit Teilnahme am Mittagessen.

    Personal

    Leiterin der Einrichtung: Petra Schors (Heilpädagogin)

    Die Leitung der Einrichtung ist freigestellt. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Bereiche, sie plant und organisiert u.a. die pädagogische Arbeit, die Dienstplangestaltung und Netzwerkarbeit der Einrichtung. Jedes Jahr wird die Praktikumsstelle einer/eines Erzieherin/Erziehers im Anerkennungsjahr neu belegt, außerdem kann in jeder Gruppe ein/e Vorpraktikant/in oder FOS-Praktikant/in eingesetzt werden.

    In der Regelgruppe / Kindergartengruppe arbeiten:

    Christel Visser (Erzieherin, Vollzeitkraft)

    Sigrid Sommer (Kinderpflegerin, Teilzeitkraft)

    In der oberen integrativen Gruppe arbeiten:

    Alexandra Porn (Erzieherin, Vollzeitkraft)

    Nadine Drafzs (Erzieherin, Vollzeit)

    Antje Klein (Heilpädagogin, Teilzeitkraft)

    In der unteren integrativen Gruppe arbeiten:

    Alexandra Helbig (Heilpädagogin, Vollzeitkraft)

    Doris Günther (Kinderpflegerin, Teilzeitkraft)

    Annette Lamers (Kinderpflegerin, Teilzeitkraft)

    Weitere Mitarbeiter/innen (alle Teilzeit):

    Gudrun Horn (Reinigungskraft)

    Marianne Ritzenhof (Küchenhilfe)

    Therapeutische Fachkräfte:

    2 Logopäden (Praxis für Logopädie Mariette Vermeulen – Neukirchen-Vluyn):

    Mariette Vermeulen, Yvonne Stamms

    2 Physiotherapeutinnen (Praxis für Kranken- gymnastik Monika Maihack- Moers):

    Andrea Malkus, Iris Musebrink

    Beide Praxen rechnen über Rezepte und über den Landschaftsverband Rheinland ab.

    Ergotherapeutin (Praxis für Ergotherapie Kornelia Hewel - Neukirchen):

    Elena Hermanns(Abrechnung auf Rezeptbasis)

     

     

    Finanzen im Kindergarten

    Die Finanzierung der Regelgruppe erfolgt durch: Kreis Wesel, Träger, Elternbeiträge

    Die Finanzierung der integrativen Gruppen erfolgt durch: Kreis Wesel, Träger, Elternbeiträge, Landschaftsverband Rheinland

    Die Finanzierung der Therapeuten erfolgt durch:Landschaftsverband Rheinland, Krankenkassen

    Die Berechnung der Gebühr ergibt sich aus der Tabelle:

     

    Jahreseinkommen

    Kindergarten

    über Mittagbetreuung zusätzlich

    gesamt

    bis   12271 €

    0 €

    0 €

    0 €

    bis   24542 €

    26,08 €

    15,85 €

    41,43 €

    bis   36813 €

    44,48 €

    26.08 €

    70,86 €

    bis   49084 €

    73,11 €

    41,93 €

    115,04 €

    bis   61355 €

    115,04 €

    62,89 €

    177,93 €

    über 61355 €

    151,34 €

    83,85 €

    235,19 €

     

    Elternbeiträge ab 01.01.2002

    Die Abrechnung der Elternbeiträge erfolgt über das Jugendamt. Für Tagesstättenkinder beträgt das Essensgeld ab Januar 2002 monatlich 40.90 €.

     

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    6. Qualifikation unserer MitarbeiterInnen

    Neben der Freistellung zur Fortbildung gibt die Kirchengemeinde Neukirchen einen Zuschuss für die Fortbildungen.

    Fest verankert in unsere Arbeit ist eine 1 x im Jahr stattfindende Teamfortbildung unter Anleitung einer sozialpädagogischen Fachkraft zur Reflexion unserer pädagogischen Arbeit.

    Jede Mitarbeiterin besucht mindestens einmal jährlich eine ein- oder mehrtägige Fortbildung zur Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Handlungskompetenz. Die Auswahl erfolgt nach Aktualität der Fortbildungsthemen für die einzelnen Fachkräfte.

    Die meisten Fortbildungen werden vom Referat für KiTas des Kirchenkreises Moers angeboten, jedoch nehmen wir auch andere Angebote wahr (z.B. Lebenshilfe, PTI, SINN)

    Die pädagogischen Fachkräfte nehmen regelmäßig an Praxis- Austausch-Treffen mit anderen Einrichtungen teil. Sie dienen der kollegialen Beratung.

    Um politisch und elementarpädagogisch aktuell informiert zu sein, nimmt die Leiterin regelmäßig an Leiterinnenkonferenzen des Kirchenkreises, der Stadt und des Kreises Wesel teil.

    Die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme des Kirchenkreises Moers beinhaltet den ständigen Austausch über pädagogische Inhalte unserer Arbeit und ist somit ein wesentlicher Fortbildungs-Baustein.

     

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    7. Gremienarbeit

     

    Zusammenarbeit mit Gruppen/ Arbeitsbereichen innerhalb der Gemeinde

    • Krabbelgruppen (gemeinsam vorbereitete und gestaltete Gottesdienste)
    • CVJM (Dienstbesprechungen und gemeinsame Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen)
    • Haupt- und Ehrenamtliche (Jahresplanung, Austausch über Inhalte, gemeinsame Vorbereitungen von Gemeindeveran- staltungen)
    • Küster (Dienstbesprechungen, Jahresplanung und Absprachen)

    Zusammenarbeit mit Einrichtungen außerhalb der Kirchengemeinde

     

    • Regel-, integrative- und heilpädagogische KiTas der näheren Umgebung (in Form von unterschiedlichen Arbeitskreisen)
    • Kreis-, Landesjugendamt
    • Landschaftsverband Rheinland/ Eingliederungshilfe
    • Diakonisches Werk
    • Referat Tageseinrichtungen für Kinder
    • Gesundheitsamt
    • Kinderärzte/ Fachärzte/ Kliniken
    • Hilfe für das autistische Kind
    • Firmen für therapeutische Hilfsmittel
    • Sozialpädagogische Fachschulen
    • Grundschulen unseres Einzugsgebietes
    • Schulen mit besonderem Förderangebot
    • Frühförderstellen
    • Beratungsstellen
    • Therapeutische Praxen
    • Sozialpädiatrische Zentren

    Zusammenarbeit mit dem Träger

    • Rat der Einrichtung
    • 1 x jährlicher Bericht über die pädagogische Arbeit im Presbyterium
    • regelmäßiger Austausch mit dem jeweiligen Vorsitzenden des Presbyteriums zu allen Fragen der Personalführung
    • 14-tägige Dienstbesprechungen mit dem Pfarrer des 1. Pfarrbezirkes
    • regelmäßige Treffen mit dem Vorsitzenden und anderen Trägervertretern zum Austausch aktueller Themen/ Probleme
    • religionspädagogisch vorbereitende Treffen für Kindergarten- gottesdienste mit dem zuständigen Pfarrer
    • Teilnahme und Mitgestaltung des Bezirksfestes vom 1. Pfarrbezirk

    Dienstbesprechungen innerhalb der Einrichtung

    • Wöchentliche 2- stündige Dienstbesprechung mit dem Gesamtteam am Donnerstag von 15.00- 17.00 Uhr (pädagogische Planung)
    • 2x wöchentlicher Morgentreff am Montag und Mittwoch von 7.45- 8.30 Uhr mit je einer Gruppenvertreterin (organisatorische Absprachen, Fallbesprechungen)
  • Wöchentliche Dienstbesprechung mit den Therapeuten und den pädagogischen Fachkräfte der integrativen Gruppen
  •  

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    8. Elternarbeit im Kindergarten

     

    Zu Beginn des Kindergartenjahres haben die Eltern die Möglichkeit den Elternrat zu wählen. Der Elternrat kann Einfluss nehmen auf die pädagogische Gestaltung unseres Kindergartenalltages. Er übernimmt gleichzeitig eine beratende und unterstützende Funktion.

    Die Erziehungsberechtigten unserer Einrichtung haben sich für mindestens 8 Stunden jährlich. zur Mitarbeit im Kindergarten verpflichtet Der Einsatz dieser Elternarbeitsstunden umfasst die Mithilfe bei der Pflege des Gartens, der Reinigung der Fenster, Reparaturen von Kinderspielzeug und Fahrzeugen sowie anfallende Renovierungsarbeiten. Bei Nichterfüllen der Arbeitsstunden erklären sich die Erziehungsberechtigten bereit, eine Ausfallgebühr von 10 Euro pro nicht geleistete Stunde zu entrichten. Die Mithilfe bei der Durchführung von Festen und Veranstaltungen ist hiervon ausgenommen.

    Die Erziehungsberechtigten sind darüber informiert, dass eine Mitgliedschaft im Förderverein des Kindergartens erwartet wird. Sie sind davon in Kenntnis gesetzt worden, dass sie sich an besonderen Anlässen (z.B. Weihnachtsgeschenke für die Kinder, Osternester, Back- und Kochangebote, etc.) finanziell beteiligen müssen, sofern sie nicht Mitglied im Förderverein sind.

    Das Wohlbefinden der Eltern ist uns sehr wichtig. Wir möchten gemeinsam mit ihnen eine ganzheitliche Erziehung des Kindes fördern.

     

    Damit dieses gelingt,

    wünschen wir uns von den Eltern:

    • ·Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
    • Gegenseitige Offenheit
    • ·Regelmäßigen Austausch
    • ·Gemeinsame Aktionen

    Wir bieten:

    • ·Transparente Kindergartenarbeit (Hospitation ist erwünscht,     Informationen hängen regelmäßig aus)
    • · Beratung und Unterstützung in Erziehungsfragen und                 Problemen
    • · Gruppen- Nachmittage/ -abende
    • · Themenabende mit Referenten
    • · gemeinsame Fest- und Gottesdienstvorbereitungen
    • · Eltern- Kind Aktionen
    • · mindestens 1 x jährlich findet ein Gespräch mit den Eltern         über den Entwicklungsstand ihres Kindes statt
    • · regelmäßig fragen wir die Zufriedenheit der Eltern ab, dies      geschieht im Rahmen unserer Qualitätsentwicklung

     

     

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    9. Der pädagogische Ansatz

     

    Schwerpunkte des situationsorientierten Ansatzes, an den wir unsere Arbeit anlehnen, im Überblick:

    · Das Kind erlebt Alltagsaufbereitung im Kindergarten.

    · Es hat die Möglichkeit der An- und Aussprache.

    · Es erlebt Räume für Bedürfnisse und lernt damit umzugehen.

    · Es spürt, dass Stimmungen und Bedürfnisse wahrgenommen werden.

    · Es kann selbstständig agieren und Ideen verwirklichen, weil es Materialien vorfindet, die es dazu benötigt.

    · Ihm wird Raum und Zeit für Freundschaften gegeben. Das Programm richtet sich nach den Bedürfnissen und nicht nur nach einzuhaltenden Plänen.

    · Es kann sich in die Geschehnisse einbringen.

    · Es kann etwas erleben.

    · Es kann sich orientieren, hat eine Übersicht, indem es einen bestimmten Rhythmus und Wiederholungen erlebt und dadurch Sicherheit erfährt.

    · Ein Kind, das noch Anleitungen benötigt, wird von den Erziehe- rinnen aufgefangen.

    · Ein Kind, das selbst mal nicht weiterkommt, bekommt Hilfestellungen.

     

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    10. Pädagogische Ziele im Tagesablauf

    Im Mittelpunkt unserer Arbeit mit den Kindern steht das einzelne Kind selbst mit seiner Lebensgeschichte, seinen Ideen und Gefühlen.

    Es ist der Gestalter und Planer seines eigenen Handelns und wird dabei von uns mit dem Ziel, unterstützt, eigene Lernerfahrungen zu machen.

    Jedes Kind hat seine eigenen Stärken und Schwächen, wir stärken Selbstbewusstsein und Selbständigkeit um es zu befähigen, seine Fähigkeiten zu erkennen.

    Pädagogische Lernziele werden im Tagesablauf miteinander verknüpft, so erfährt das Kind eine ganzheitliche Förderung (Interdisziplinäre Zusammenarbeit Therapie/ Pädagogik)

    Bewegungserziehung

    soziale Erziehung

    Spracherziehung

    Religiöse Erziehung

    Musische Erziehung

    Natur- , Sach-, und Lebenswelterfahrungen

    Kulturerfahrungen

    Ästhetik

    Körper und Gesundheitserziehung

     

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    11. Integration

    Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet:

    Verbindung einzelner Teile oder Systeme zu einem Ganzen zu bringen. Er kann auch bedeuten (Wieder) Herstellung eines Ganzen einer Einheit durch Einbeziehung außen stehender Elemente. (Duden)

    Bei uns bedeutet dies: "Jedes Kind ist ein besonderes Kind" und soll zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit heranwachsen, die weitgehenst selbstständig entscheiden und handeln kann.

    Wir holen jedes Kind da ab, wo es in seiner Entwicklung gerade steht. Der Umgang miteinander macht nicht behinderte Kinder sensibler. Sie nehmen nicht nur Anteil an den Fähigkeiten und Lernerfolgen der behinderten Kinder, sondern sie verstärken sie auch. Gleichzeitig kommt es bei ihnen zu einem Zuwachs an Zuwendung, Geduld, Anerkennung und Hilfe.

    Sie lernen Rücksicht zu nehmen und bekommen Verständnis für das Kind. So lernen sie, was heute längst nicht selbstverständlich ist: Dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam voneinander und miteinander leben, spielen und lernen können.

    Zum Anspruch, ernst genommen zu werden, gehört auch, sich an Regeln und Absprachen halten zu wollen. Leitmotiv ist hier Vertauen und nicht Misstrauen. Dieses Vertrauen bedeutet, dass wir die Kinder nicht immer und überall kontrollieren, sondern sie auch allein und unbeobachtet in Nebenräumen, Fluren und Ballbecken spielen lassen.

    Ein wichtiges Anliegen ist es, die Beziehungen der Kinder untereinander zu fördern. Dazu stehen ihnen alle Gruppen für Besuche und neue Freundschaften offen.

    Hierzu sind Regeln und Absprachen wichtig. Sie geben uns und den Kindern Sicherheit und dienen als Orientierungshilfen um den Kindergartenalltag zu bewältigen. Regeln und Absprachen werden gemeinsam in der Gruppe aufgestellt und besprochen.

    Unsere Aufgaben in diesem Prozess sehen wir weitgehenst darin, dass wir die Fragen der Kinder beantworten und dass wir sie sensibel beobachten um zu erkennen, wo sie Hilfe brauchen. Wir unterstützen sie bei Konflikten und zeigen Handlungsalternativen auf, so dass die Möglichkeiten der eigenen Entscheidungsfindung immer größer werden.

    Die Förderung und Beobachtung im sozialen, motorischen und kognitiven Bereich geschieht täglich und gezielt. Es gibt Einzelförderung, Kleingruppenarbeit und Angebote für die gesamte Gruppe. Alle Spiele und Angebote im Kreis, am Tisch und im Turnraum sind hier in den Gruppen so konzipiert, dass sie jedem Kind ein Mitmachen ermöglichen.

    Marcel (Maxi-Kind) schaut sich fragend auf dem Spielplatz um. Er besucht seid kurzer Zeit die „I-Gruppe“ und hat von vielen „behinderten“ Kindern gehört. Ratlos kommt er zur Gruppenleiterin und fragt: „Sag mal, Antje, wer ist hier eigentlich behindert?

     

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    12. Religionspädagogik

     

    Segne Vater, tausend Sterne

    Segne Vater, unsre Erde

    Segne Vater Herz und Hand

    Segne Vater Meer und Land

     

    "Der evangelische Kindergarten ist Gemeindearbeit und dient dem Aufbau der Gemeinde. Im Kindergarten hat die Gemeinde die Chance, mit den Kindern und Eltern ein Erfahrungsfeld zu gestalten, das vom Evangelium geprägt ist. (CS EKiR 1983)

    Wir nehmen jedes Kind als Gottes Geschöpf wahr und ernst. Dabei stärken wir es in seiner Persönlichkeitsentwicklung und laden es zum Kennenlernen unserer Religion ein. Hier erfahren die Kinder, dass sie unabhängig von ihren Leistungen, Fähigkeiten oder Schwächen, Geschöpfe Gottes sind und in Gottes Liebe geboren sind.

    Wir planen und gestalten die Religionspädagogik mit Pfarrer Herrmann. Gemeinsam geben wir Räume zum Hören von Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament, zum Singen und Spielen alter und neuer religiöser Kinderlieder, Zeit für Gebete und Zeit zum Nachdenken über das eigene Dasein.

    Wir hören voneinander, dass es andere weltanschauliche und religiöse Bindungen gibt, denen wir mit Toleranz und offen begegnen.

    So erleben die Kinder Religion

     

    • Wir lesen und Erzählen Geschichten/Geschichten mit religiösem Hintergrund.
    • Bedingt durch die Kirchenfeste im Jahreskreis lesen und erzählen wir begleitend aus der Bibel und betrachten Bilderbücher. Dazu basteln, singen und spielen wir, um die Geschichten aufzuarbeiten.
    • Ergänzend zu den verschiedenen Projekten in den Gruppen gibt es immer wieder Gleichnisse und religiöse Einheiten, die zur entsprechenden Gruppenthematik passen.
    •  
    • · Pfarrer Herrmann besucht uns im Kindergarten.
    • Er kommt 14- tägig im Wechsel in die einzelnen Gruppen. Die Kinder kennen die Termine und freuen sich auf seinen Besuch. Die Erzieherinnen sprechen vorher ein Thema mit dem Pfarrer ab. Meist ist es eine Anknüpfung an das Rahmen- Thema der Gruppe, das er durch ein Gleichnis, religiöses Lied oder Gespräch vertieft.
    • Fast jeder Besuch beginnt mit dem Lied “Ich bin da, und du bist da....“ und endet mit einem Gebet und dem Lied „Segne Vater 1000 Sterne.....“ Die Kinder kennen diese Lieder, sie singen sie auch in den Gottesdiensten. Diese Kontinuierlich- keit ist ein Baustein zur Verknüpfung zwischen Kindergarten und Kirchengemeinde. Die Kinder finden sich mit ihren Liedern in der Gesamtgemeinde wieder.
    •  

    • · Kindergarten- Gottesdienste/ Gemeinde- Gottesdienste unter Beteiligung unserer Kinder
    • - Ostergottesdienst
    • - Verabschiedung der Schulabgänger
    • - Weihnachtsgottesdienst
    • - Familiengottesdienst mit Kiga + Krabbelgruppenkindern und Eltern 2 x jährlich
    • - Kinderbibe l- Wochenende mit abschließendem Kinder- gottesdienst
    •  

    • ·Wir beten freie und feste Gebete
    • Das Beten ist ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf der Kinder. Tischgebete werden zu jedem gemeinsamen Frühstück und beim täglichen Mittagessen gesprochen.
    • Aber auch das freie Gebet hat seinen festen Platz im täglichen Stuhlkreis. Hier können die Kinder mit Gott über ihre Alltagsprobleme reden, sich für etwas bedanken oder um etwas bitten.
    • Freies Gebet von Laura, 5 Jahre, in der Vorweihnachtszeit:
    • "Lieber Gott, wir danken dir, dass heute so schönes Wetter
      • ist und dass wir draußen spielen konnten.
      • Danke, dass wir so leckere Plätzchen gebacken
      • haben und helfe den Menschen in Bosnien,
      • damit sie genug zu Essen haben. AMEN“

     

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    13. Eingewöhnung

    Die Eingewöhnung eines jeden Kindes erfolgt bei uns individuell und richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder und Eltern.

    Sie beginnt mit einem Elterngespräch über Gewohnheiten und Besonderheiten des Kindes.

    Wenn möglich, bieten wir auch Hausbesuche an, bei denen uns das Kind in seiner gewohnten und vertrauten Umgebung kennen lernen kann.

    Danach werden erste Kindergartenbesuche vereinbart, die zusammen mit den Eltern stattfinden.

    Kleine Eingewöhnungshilfen sollen den Übergang erleichtern:

    · Ein Photo vom Kind hängt schon im Geburtstagskalender

    • Die Gruppenleiterinnen begrüßen das Kind mit einem kleinen Gruppengeschenk
    • Das Kind bringt ein vertrautes Spielzeug von zu Hause mit
    •  

    Nach und nach werden die Zeiten im Kindergarten, in denen die Mutter/ der Vater sich vom Kind trennt, verlängert.

    Hier ist es uns wichtig, dass sich die Eltern deutlich vom Kind verabschieden, damit das Kind Vertrauen in die Situation bekommt und es auch lernt, Abschied zu nehmen.

    In der Regel dauert die Eingewöhnungszeit ein bis zwei Wochen.

    Manchmal kommt es vor, dass sich Trennungsprobleme erst später einstellen. Das Kind merkt, dass der Kindergartenbesuch nicht nur von seinem eigenen Lustprinzip abhängig ist.

    Hier versuchen wir mit Einfühlungsvermögen und Erfahrung zu unterstützen.

     

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    14. Spielzeit ist Lernzeit

    Begriff SPIEL

    Er umfasst so unterschiedliche Aktivitäten, dass eine allgemein gültige Definition nicht möglich ist.

    Das Spiel ist eine spontane, zweckfreie, lustbetonte und freiwillige Tätigkeit. Es entspringt aus der Motivation des Kindes heraus.

    Bedeutung des Spiels

    Für das Kind bedeutet das Spiel eine Auseinandersetzung mit seiner inneren Welt ( Glück, Wut, Trauer etc.) und seiner Außenwelt.

    Das Spiel kann als ein fundamentaler Grundpfeiler der kindlichen Entwicklung, das vom Alltag losgelöst stattfindet, betrachtet werden.

    Im Spiel widmet sich das Kind ganz seinem gegenwärtigem Tun. Das Ergebnis ist nebensächlich. Es kann mit Hilfe seiner Fantasie seine Realität verändern, druckfrei und ohne negative Folgen fürchten zu müssen.

    Spielzeit ist Lernzeit

    Mit dem Spiel bzw. durch das Spiel findet auch das Lernen und Arbeiten statt. Eine Lernaufgabe kann für ein Kind Arbeit bedeuten, welche ebenso lustvoll wie das Spiel sein kann. Für ihre Entwicklung benötigen Kinder sowohl das Spiel als auch die Arbeit. Sie bietet dem Kind die Möglichkeit seinen Alltag zu bewältigen. Es kann seine Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und stärken.

    Kinder lernen in ihrem Spiel

    Lernen im Spiel bedeutet, lernende Bewältigung des Alltages und die Verarbeitung alltäglicher Erfahrungen und Erlebnisse.

    Um ihr Spiel optimal entwickeln zu können, benötigen Kinder eine angemessene Spielatmosphäre und vielfältige Möglichkeiten, sowie die Verstärkung und Anerkennung ihres Spiels. Die Entfaltung und Differenzierung ihres Spiels finden durch entsprechende Anregungen statt.

    Spielen in unserem Kindergarten

    Spielbereiche:

    Jeder Gruppenraum kann in folgende definierte Spielbereiche eingeteilt werden:

      • · Puppenecke
      • · Bauteppich
      • · Kuschel-/Leseecke
      • · Spielteppich/Fläche zur freien Nutzung
      • · Frühstückstisch
      • · Mal- und Basteltisch/ Bereich für bildnerische                   Gestaltung
      • · Tischbereich für Regelspiele, Puzzle, Legematerial und   Knete etc.
  • Diese Bereiche sind ganz unterschiedlich gestaltet, jedoch inhaltlich und visuell abgegrenzt, z.B. durch Raumteiler, Trennwände oder Vorhänge und Materialien, die sich aus den jeweiligen Definitionen ergeben.
  • Die räumlichen, inhaltlichen und visuellen Abgrenzungen schützen vor Störungen (Konfrontationen) und Reizüberflutung, z.B. ein Kind auf dem Bauteppich wird nicht von anderen gestört, die einen angrenzenden Bereich betreten müssen. Ebenso kann sich das Kind durch eine visuelle Abgrenzung vom Gruppengeschehen zurück ziehen. Kleingruppen können sich stabiler zusammen finden.

     

    Weitere Spielbereiche stehen unseren Kindern zur Verfügung:

    Das Ballbecken: Hier können im Laufe des Vormittages jeweils 2 Kinder pro Gruppe ab 9:00 Uhr spielen. Nach 9.00 Uhr sind die meisten Kinder da und der Eingangsbereich ist überschaubarer.

    Nach Absprache können auch mehr Kinder aus einer Gruppe darin spielen. Aufgrund der Größe des Ballbeckens ist die Kinderzahl jedoch begrenzt.

    Den Kindern bietet sich hier die Möglichkeit des Rückzuges aus dem Gruppengeschehen und die Bildung eigenständig organisierter Kleingruppen.

    Die Flurbereiche stehen ebenso als Spielraum zur Verfügung. Spielmaterial aus den Gruppen, und Teile des Mobiliars (Stühle, Tische), Matten oder Auslegeware können dabei genutzt werden.

    Wir richten dort auch definierte Spielbereiche ein, die je nach Notwendigkeit verändert werden können, z.B. das Puppenhaus, der Knettisch oder die Lesecke im unteren Flurbereich, der aufgrund seiner Größe dazu Möglichkeit bietet.

    Das Freispiel

    Begriff:

    Unter dem Begriff „Freispiel“ sind Spielsituationen in der Kita zu verstehen, in denen Kinder die Möglichkeit der Selbsttätigkeit auf vielfältige Weise ausüben können und die Erzieherinnen keine anleitende Rolle übernehmen.

    Das Kind setzt sich im Freispiel insbesondere mit seiner gegenständlichen Umwelt und mit seiner eigenen Position in dieser Welt auseinander. Dabei bestimmt das Kind selbst die Thematik und die Inhalte des Spiels.

    Im Alltag eines Kindes stellt das Spiel eine Haupttätigkeit dar. Die Erschließung der eigenen Welt, ohne ein vorgegebenes Ziel erreichen zu wollen. Das Ziel selbst ist der spielerische Weg.

    Mit wem sie spielen, wo sie spielen und was sie wann tun, entscheiden Kinder in der Freispielphase eigenständig.

    Wie erleben Kinder das Freispiel in unserer Einrichtung?

    Unser Freispiel beginnt mit der Öffnung der Einrichtung um 7:30 Uhr und erstreckt sich in den beiden Tagesstättengruppen bis ca. 11:45 Uhr/12:00 Uhr und dann wieder von 13:00 bis 16:00 Uhr.

    In der Regelgruppe bis ca. 11:30 Uhr.

    In diesem Zeitraum haben die Kinder die Möglichkeit, sich in Kleingruppen in den angebotenen Spielbereichen zu treffen. Ebenso stehen jedem Kind die anderen Gruppen als Spielraum zur Verfügung. Dies geschieht unter Absprache mit ihren Erzieherinnen der Gruppe. Kinder aus allen Gruppen besuchen sich und spielen zusammen. So können spontane Spielgruppen entstehen, Freundschaften aufgebaut und vertieft werden.

    Welche Rolle übernehmen wir Erzieherinnen im Freispiel?

    Wir begleiten, unterstützen und lenken das Freispiel, indem wir den Kindern z.B. Handlungsalternativen in Konfliktsituationen anbieten, mit ihnen gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Wir regen ein Spiel oder eine Spielsituation an, wenn ein Kind oder eine Kleingruppe diese Begleitung benötigt, um überhaupt ins Spiel zu gelangen. Ebenso kommt es zur Lenkung einer Spielsituation, um mögliche Konfrontationen oder Grenzüberschreitungen zu vermeiden. Wir sind Mitspieler bei Regelspielen, Zuhörer wenn ein Kind etwas erzählt, Tröster in traurigen Momenten, gemeinsam singen oder turnen wir. In der Freispielphase ist unsere Rolle/ Aufgabe sehr Facettenreich und nach Möglichkeit auf das einzelne Kind gerichtet.

    Nicht nur im Haus, sondern auch in unserem Außengelände findet das Freispiel statt. Die Kinder in unserem Haus können je nach Interesse und Bedürfnis ihr Freispiel in den Garten verlegen. Radfahren, klettern, toben oder Ballspielen, für alles ist Platz im Garten. Auch hier entscheiden sie wann und wie lange das Spiel andauert.

    Während des Vormittages finden verschiedene entwicklungsfördernde und dem jeweiligen Gruppenprojekt angelehnte Angebote statt. Je nach Art der Aktivität und der Entwicklung des Kindes/ der Kinder in Einzel- oder Kleingrup- penform. Dies sind u.a. bildnerische Angebote, das Vorlesen und Vertiefen einer Geschichte, das Turnen, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, um einige zu nennen.

    Das Freispiel endet mit dem gemeinsamen Sing- und Stuhlkreis. Auch hier finden Angebote unterschiedlicher Art mit der Gesamt- oder Kleingruppe statt.

    Sing- und Stuhlkreiszeit in der Regelgruppe von ca. 11.30 bis 12.15 Uhr.

    Sing- und Stuhlkreiszeit in der KiTa-Gruppe von ca. 11.45/12.00 bis 12.30 Uhr.

    In den Sommermonaten findet diese Phase auch im Außengelände statt.

    Unsere entwicklungsfördernde Angebote stehen unter dem Leitsatz „spielend lernen“.

     

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    15. Bewegung im Kindergarten

    Die Bedeutung der Bewegungserfahrung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes:

    "Durch Bewegung erschließt das Kind seine Welt und gewinnt vielfältige Einsichten über sich und seine Umwelt."

    (Zimmer/Cicurs/Schaffner 1991, 129)

     

    In seiner Entwicklung erfährt das Kind seine Stärken und Schwächen. Es setzt sich mit seinen Freunden und seiner Gruppe auseinander, wobei ihm sein Körper als Ausdrucksmittel zur Verfügung steht.

    Das Bild, das ein Kind von sich selber hat und der Aufbau seines Selbstvertrauens vollzieht sich bei ihm wesentlich über die Körpererfahrung, die es in den ersten Lebensjahren macht. Kinder brauchen Selbstvertrauen und ein positives Selbstwertgefühl, um im Alltag bestehen zu können. Sie müssen stark genug sein, um den von außen auf sie einwirkenden Anforderungen und Belastungen gewachsen zu sein. Macht ein Kind in seiner Entwicklung diese Erfahrungen nicht, so kann es sie später nicht nachholen. Die Fähigkeit, autonom zu handeln und zu entscheiden ist dann stark beeinträchtigt.

     

    Die Bedeutung von Körper- und Bewegungserfahrungen für den ganzheitlichen Entwicklungsverlauf eines Kindes zeigt uns, dass im Kindergarten Raum für diese Erfahrungen vorhanden sein muss. Ein Raum, der nicht auf festgelegte Zeiten angewiesen ist, sondern als natürlicher Bestandteil im Kindergartenalltag erfahrbar sein muss.

    Dies ermöglichen wir den Kindern innerhalb der Begebenheiten ihres Gruppenraumes sowie in den Flurbereichen des Hauses, die zum Springen oder Laufen geeignet sind. Während der Sitz- und Stuhlkreisphase werden immer wieder Bewegungsspiele eingebaut, die vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten bieten.

     

    Ein weiterer Ort dafür ist unser Außengelände, in dem die Kinder vielfältige Bewegungsangebote vorfinden, wie z.B. Dreiräder, Roller, Fahrräder in verschiedenen Größen, Klettergerüste, Trampolin und naturbelassene Spielräume mit altem Baumbestand.

     

    Der Turnraum wird gerade im Nachmittagsbereich zur freien Bewegungserfahrung genutzt. Unter Absprache mit den Erzieherinnen und unter Einhaltung der getroffenen Regelung können Kleingruppen ihrem Bewegungsbedürfnis nachgehen. Jede Gruppe hat innerhalb der Woche vormittags einen festen Turntag. Dort findet Bewegungs- und Körpererfahrung in freier, experimentierender (z.B. durch eine Bewegungsbaustelle) oder auch angeleiteten Form (z.B. Lernen von Tänzen) statt.

     

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    16. Unser Garten

     

    Unser Garten ist über 2000 qm groß und bietet den Kinder viele Spielbereiche:

     

    • · Ein ebenerdiges Trampolin
    • · Einen kleinen Wasser- Matschbereich mit angrenzendem         Sandkasten
    • · Ein Weidentipi
    • · Eine Vogelnestschaukel
    • · Eine Picknickecke
    • · Einen Werktisch
    • · Zwei Kinderhäuser aus Weidenstämmen
    • · Einen plattierten Bereich im Eingangsbereich zum Befahren    mit Rollschuhen
    • · Einen großen Sandbereich mit:
    • - Einem Holzhaus mit Rutsche
    • - Einem Holzhaus und Kletterwand
    • - Eine Kletterpyramide

    Die Spielbereiche sind naturnah mit Weiden eingegrenzt.

     

    Neben den verschiedenen Spielbereichen für Abenteuer mit Freunden oder auch zum Zurückziehen, bietet unser Garten noch andere Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. In der Garage verfügen wir über zahlreiche Kinderfahrräder, Roller, Dreiräder, Kettcars und orthopädische Fahrzeuge. Außerdem finden die Kinder hier Pferdeleinen, Laufdosen sowie Holz und Holzwerkzeug.

     

    Im Schuppen, nahe des Wasser und Sandbereiches, finden die Kinder Eimer, Schaufeln, Siebe, Schubkarren, alte Töpfe, Pfannen und kleine Sandfahrzeuge. Die Kinder können ihre Spielsachen nach Belieben aus Garage und Schuppen holen.

     

    Ein großer Holztisch neben der Garage dient den Kindern als Werktisch. Im Beisein einer Erzieherin können die Kinder hier den Umgang mit Hammer, Säge, Nägeln und anderen Werkmaterialien ausprobieren.

    Unser Garten ist Natur pur. Er beherbergt Apfel-, Kirsch- Pflaumen-, Walnuss-, Esskastanien- und Rosskastanienbäume. Die Kinder erleben in ihm die Veränderungen der Natur besonders intensiv. Die Früchte der Bäume werden je nach Jahreszeit von den Kindern wahrgenommen und auf unterschiedliche Weise von uns allen verwertet.

     

    Der Garten liegt neben dem Kindergarten und CVJM- Gebäude. Er ist von den drei Gruppenräumen nicht einsehbar, daher können die Kinder nicht allein draußen spielen. Damit wir den individuellen Bewegungs- und Werkbedürfnissen der Kinder nachkommen können, haben zwei pädagogische Fachkräfte Außendienst. In den Frühlings- und Sommermonaten beginnt der Außendienst ab 9.30 Uhr und in den Herbst- und Wintermonaten ab 10.00 Uhr.

    Während dieser Zeit betreuen sie die Kinder aus allen drei Gruppen, die draußen spielen möchten.

    Ab 11.00 Uhr wird die Garten-Aufsicht wieder von jeder Gruppe selbst wahrgenommen.

     

    Gib jedem Tag die Chance,

    der Schönste deines Lebens zu werden.

     

    Draußen spielen heißt, raus aus der gewohnten Gruppenstruktur und allein oder mit Freunden rein ins Abenteuer Garten. Jeden Tag zeigt der Garten sich anders durch veränderte Umwelteinflüsse, wechselnden Außendienst und andere Kinder, die man dort trifft. Dadurch entstehen selbstständig oder durch Impulse der Erzieherinnen neue Spielanreize, bzw. Ideen. Die strukturierten Bereiche geben den Kindern Sicherheit und Orientierungshilfen. Diese Sicherheit und das Wissen, ein Erwachsener ist da, wenn die Kinder ihn brauchen, gibt ihnen den Halt, den sie benötigen um selbstständig und kreativ ins Spiel zu kommen und dabei wichtige Erfahrungen zu machen:

     

    • · Sie lernen Erzieherinnen und Kinder aus anderen Gruppen      kennen
    • · Sie schließen gruppenübergreifende Freundschaften
    • · Sie lösen Konflikte auch mit weniger vertrauten Menschen
    • · Sie testen ihre eigenen Grenzen aus
    • · Sie probieren aus, was andere schon können (Mutsprünge       von Klettergerüsten)
    • · Sie lernen den Garten unter wechselnden                                    Wetterbedingungen kennen
    • · Sie finden Rückzugsmöglichkeiten durch abgegrenzte               Spielbereiche

     

    Ein Baum hat viele Blätter. Es würde viele Stunden dauern, wenn man sie zählen wollte, vielleicht sogar ein paar Tage

    Gott lässt viele Bäume mit vielen Blättern für uns wachsen.

     

    (Kindergebet aus "Gott hat mich lieb")

     

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    17. Schlafen

     

    Wir gehen auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes ein und entscheiden mit ihm und mit seinen Eltern gemeinsam, ob es ruhen oder schlafen soll.

    Nach dem Mittagessen um 13.00 Uhr sammeln sich die Schlaf- Kinder jeweils im Nebenraum der Gruppen. Sie werden immer von einer vertrauten Bezugsperson begleitet. Jedes Kind hat seine eigene Matratze mit Bettwäsche.

    Wichtige Schlafutensilien, wie Kuscheltiere u.ä. dürfen natürlich zum Schlafen mitgebracht werden. Nach einer halben Stunde können dann die Kinder, die geruht, aber nicht geschlafen haben, wieder zu den anderen Spielkameraden in die Gruppe gehen. In Absprache mit den Eltern schlafen die Kinder individuell lange. Um 14.45 Uhr werden die letzten Kinder liebevoll geweckt, so dass um 15. 00 Uhr alle Kinder zum Nachmittags- Snack wach und beisammen sind.

     

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    18. Essen im Kindergarten

     

    Frühstück

    In der Zeit von 7.30 Uhr bis ca. 11.00 Uhr können die Kinder in den Gruppen frühstücken. Dafür ist in jedem Raum ein Tisch mit Sets, buntem Geschirr und Blumen optisch einladend eingedeckt. Die Kinder können selbst entscheiden mit wem und wann sie in diesem Zeitraum ihr mitgebrachtes Frühstück essen möchten. Wir bieten ihnen dazu Milch und Mineralwasser an, so dass die Eltern keine Getränke mitgeben müssen.

    Den Zähnen zuliebe und aus Rücksicht auf die anderen Kinder, sollen keine Süßigkeiten mitgebracht werden. Nach dem Frühstück spülen die Kinder ihr Geschirr selber und decken danach den Tisch wieder ein. Zu unterschiedlichen Anlässen (z.B. Feste, Geburtstage) wird in den Gruppen auch gemeinsam gefrühstückt.

     

    Mittagessen

    Das Mittagessen wird von der Küche des Sankt Bernhard Hospitals in Kamp Lintfort geliefert. Es ist eine ausgewogene Kost, die auch muslimische und vegetarische Gerichte in ihrem Speiseplan berücksichtigt.

    Damit das Mittagessen in ruhiger und familienähnlicher Atmosphäre verläuft, essen wir mit den Kindern in den gewohnten Gruppenräumen. An jedem der drei Tische sitzt ein/e Erwachsene/r, die/der die Vorlieben, Abneigungen und auch das Verhalten der Kinder kennt. Mit einem gemeinsamen Lied oder Gebet beginnt das gemeinsame Essen. Jedes Kind bestimmt selbst, wie viel es essen möchte. Wir achten jedoch darauf, dass jedes Gericht probiert wird, bevor das Kind entscheidet, dass es etwas nicht essen möchte. Während der gemeinsamen Tischzeit werden auch Erlebisse erzählt, Ereignisse besprochen und Fragen beantwortet. Nach dem Mittagessen putzen die Kinder ihre Zähne.

     

    Nachmittag Snack

    Zwischen 14.30 Uhr und 15.00 Uhr sitzen die Kinder noch mal zu einem kleinen Snack zusammen.

    Nahrung ist eine Brücke zwischen Körper, Natur und Gesellschaft. Das gemeinschaftliche Miteinander und der Umgang mit unserer Esskultur stärkt das Wir Gefühl und die Selbstständigkeit der Kinder.

     

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    19. Exemplarischer Tagesablauf

     

    7.30 Uhr bis ca. 11.30 Uhr:

    Freispiel mit begleitendenden Angeboten

    • - gleitendes Frühstück
    • - pädagogische Förderangebote einzeln oder in Kleingruppen
    • - Therapien
  • zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr:

    gemeinsame Förderangebote meist im Stuhl- oder Sitzkreis

     

    12.30 Uhr:

    Mittagessen in den Tagesstättengruppen mit anschließendem Zähneputzen

     

    13.00 Uhr:

    Mittagsruhe

     

    Ab 14.00 Uhr:

    Nachmittagsangebote:

    • - Dienstag/ Mittwoch: pädagogische Angebote für Kiga Kinder
    • - Donnerstag: Turnen für Kiga- Kinder
    • - Täglich: Freispiel und Förderangebote in den                               Tagesstättengruppen
    • - Snacks in den Tagesstättengruppen

    16.00 Uhr:

    gemeinsame Schließungszeit für alle Gruppen

     

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    20. Bildungsarbeit im Kindergarten

    Bildung darf keine Modeerscheinung sein. Bildung ist ständiger Bestandteil von Kindergartenarbeit und geschieht kontinuierlich vom ersten bis zum letzten Kindergartentag. Es gibt keine Nicht- Bildung.

    Jedes Kind entwickelt aufgrund der jeweiligen Bildungspraxis ein bestimmtes Bild von sich, von anderen Menschen, seinem Umfeld und vom Eingebunden sein in den Kosmos (Gott und Religiosität)

    Kindern positive Erfahrungen mit dem Lernen zu ermöglichen, ist die grundlegende Aufgabe, die neben den Eltern vor allem auch dem Kindergarten zukommt.

    Das Ziel der betreuenden Fachkräfte ist die innere Präsenz, ihre Offenheit für Beziehungen, ein wirkliches Da- sein.

     

    Bildungsarbeit bei uns

     

    Wir führen die Bildungsarbeit nach einem eigenem träger- und einrichtungsspezifischen Bildungskonzept durch. Sie verfolgt das übergeordnete Ziel, die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen Gelegenheit zu verschaffen, ihre Entwicklungspotentiale möglichst vielseitig auszuschöpfen. Dabei geht es nicht nur um die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten, sondern im gleichen Maße darum, die Kinder in allen ihnen möglichen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern.

     

    Die in der Bildungsvereinbarung festgelegten Grundsätze bilden für uns einen Grundstein der frühkindlichen Bildung, auf dem der weitere Bildungsprozess eines jeden Kindes, ergänzend zur Erziehung und Bildung durch die Erziehungsberechtigten, kontinuierlich aufbauen kann.

     

    Für eine zielgerichtete Arbeit und zur besseren Beurteilung und Dokumentation, unterscheiden wir folgende Bildungsbereiche:

    • · Wahrnehmung
    • · Sprachliche Intelligenz
    • · Logisch-mathematische Intelligenz
    • · Bewegungsintelligenz
    • · Musikalische Intelligenz
    • · Emotional / Soziale Intelligenz
    • · Praktische Intelligenz
    • · Wissenschaftliche Intelligenz
    • · Kreative Intelligenz
    •  

      Hierbei ist es unser Ziel, alle Bereiche bei jedem Kind individuell wahrzunehmen, zu fördern und möglichst objektiv beurteilen zu können.

      Um dieses Ziel zu erreichen, werden Gruppen- und Kindbezogen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten Förderungen angeboten.

       

      Wir unterscheiden zwischen projektbezogenen und zwischen alltäglich wiederkehrenden Bildungsangeboten während des Freispiels.

       

      Entwicklungs- und Beratungsgespräch

      Auf der Grundlage der Bildungsvereinbarung NRW finden in regelmäßigen Abständen Entwicklungsgespräche mit den Eltern in unserer Einrichtung statt. Diese Gespräche werden genutzt, um wechselseitig Informationen über den Entwicklungsstand der Kinder auszutauschen und weitere Entwicklungsprozesse anzuregen.

      Nach fester Terminabsprache finden mindestens 1x jährlich Entwicklungsgespräche statt.

       

      Besondere Angebote für unsere Maxis

       

      Um besonders die Großen (Maxis) noch mal gezielt zu motivieren, planen wir für das letzte Kindergartenjahr ein paar besondere Höhepunkte.

      Durch Ausflüge zu den verschiedensten Institutionen und Ausflugszielen der näheren Umgebung mit allen Maxis wird eine gezielte Lebenswelterweiterung angeboten.

      Bei der Planung der Ausflüge ist es uns ein Anliegen, möglichst viele unterschiedliche Bildungsbereiche zu berücksichtigen..

       

    • finden jährlich statt:
    • Verkehrserziehung
    • Brandschutzerziehung
    • Besuch der Polizeiwache
    •  

    • können wechseln:
    • Bauernhofbesuch
    • Besuch eines Zoos
    • Besuch der Bayer Werke
    • Besuch eines Theaters/ einer Vorführung
    • Besuch von künstlerisch bildenden Institutionen
    • Besuch einer wissenschaftlich bildenden Institution
    •  

    • Den Abschluss der Kindergartenarbeit bildet unsere alljährlich stattfindende Abschlussfahrt ins Eichenkreuzheim. Für viele Kinder ist es das erste mal, dass sie ohne Eltern außer Haus übernachten.
    •  

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    21. Therapeutische Arbeit

     

    Rahmenbedingungen für die Therapiearbeit im Kindergarten

    Durch Beobachtung der Kinder in Alltagssituationen, in Interaktionen mit anderen Kindern gelingt:

    • eine gute Befunderhebung
    • eine gezielte Therapieplanung im Sinne des Kindes
    • die direkte Reflexion des Therapieergebnisses durch Beobachtung, wie das Kind Erlerntes umsetzt.

    Das behinderte Kind erlebt sich als Teil der „normalen Gesellschaft“, dass heißt im Alltag:

    • die Freizeit am Nachmittag wird nicht durch ambulante Therapien verplant
    • die Therapie findet nicht nur in Einzelsituationen, sondern auch mit Freunden z.B. in Kleingruppen statt
    • die Therapiethemen haben einen Bezug zum Kindergarten- alltag, d.h. sie resultieren aus der Erlebniswelt des Kindes, es müssen keine künstlichen Situationen im therapeutischen Sinne geschaffen werden.

    Die direkte Zusammenarbeit mit Eltern ermöglicht:

    • situativen Austausch, da Tür- und Angelgespräche möglich sind
    • dass Therapeuten und Pädagoginnen ein einheitliches Bild vertreten
    • einen Entlastung der Eltern, da sie nicht für den Informationsfluss zwischen Therapeuten und Pädagogen verantwortlich sind
    • Gesprächsrunden mit Eltern, Therapeuten und Pädagogen

    Die direkte Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen ermöglicht:

    • einen regelmäßigen, interdisziplinären Austausch
    • eine gegenseitige Reflexion
    • eine gegenseitige Unterstützung bei der Elternarbeit, den Austausch mit Ärzten, Institutionen, externen Therapeuten, etc

    Die Therapieintensität ermöglicht:

    • größere Zeitintervalle pro Kind
    • eine flexiblere Zeitplanung im Sinne des Kindes
    • die gemeinsame und fachübergreifende Therapie
    • das Assistieren von nicht beeinträchtigten Kindern als Vorbild und zur Motivation
    • ein positives Erleben, dadurch ist die Therapie auch erfolgreicher

    Die Therapeuten geben bei auffälligen Regelkindern Hilfestellungen durch:

    • Diagnostik von „versteckten“ Problemen
    • die kollegiale Beratung der Pädagoginnen
    • Elternberatung und Einleitung einer Therapie oder Hilfemöglichkeit

    Inhalte und Ziele der therapeutischen Arbeit

    Generelle, fachübergreifende Ziele:

    • Verbesserung der motorischen und sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten
    • Erweiterung der Bewegungs-, Sprach- und Handlungskompetenz
    • Erlernen von Sicherheit in unterschiedlichen Lebenslagen und Situationen
    • Förderung der Interaktion mit der Umwelt, anderen Kindern und Erwachsenen
    • Erlangen von sozialer Kompetenz
    • Therapeutische Beratung mit den zuständigen Pädagoginnen sowohl in der Therapeutenrunde 1 x wöchentlich im Wechsel, als auch situativ im Gruppengeschehen

    Therapie findet statt:

    • in Einzelsituationen
    • in Partner- und Kleingruppenarbeit
    • in der Großgruppe
    • in der Turnhalle
    • im Gruppenraum
    • im Garten

    Inhalte der Therapieformen in alphabetischer Reihenfolge

    • Ergotherapie
    • Krankengymnastik
    • Logopädie

    Inhalte der ergotherapeutischen Behandlung:

    • Wahrnehmungsförderung, Förderung der Basissinne nach der sensorischen Integrationstherapie: vestibulär = Gleichgewichtssinn, propriozeptiv = Tiefenempfinden,
  • taktil = Spürsinn
    • Förderung der Selbstständigkeit, z.B. An- und Ausziehtraining, Essen, Treppensteigen, etc.
    • grob- und feinmotorische Entwicklungsförderung z.B. durch Klettern, Hüpfen, Springen, Balancieren, Kneten, Malen, Schneiden.........
    • Förderung von Handlungsabläufen, von Konzentration, Ausdauer und Aufmerksamkeit durch alltägliche Abläufe und Spiele z.B. durch Aufräumen, Tisch decken, Backen, etc.
  • Inhalte der Krankengymnastik:

    • Förderung der motorischen Fähigkeiten nach den Schwerpunkten der Bobath- Therapie, der sensorischen Integration und Psychomotorik, z.B. Bewegungsablaufe wie drehen, krabbeln, gehen, rennen, Dreirad fahren ausprobieren und verinnerlichen
    • Entwicklung einer ausdauernden Aufrichtung und Haltung, z.B. in Sitz und Stand
    • Kennenlernen von neuen Bewegungsabläufen und Optimieren der ureigenen Bewegungsmuster
    • Kraft und Ausdauertraining
    • Förderung der Konzentrationsfähigkeit
  •  

    Inhalte der logopädischen Behandlung

    • Förderung der Mundmotorik
    • (Pusten, Saugen, Grimassen schneiden, Zunge rausstrecken usw.)
    • Förderung der Artikulationsmotorik
    • (Anbahnung, Verbesserung der fehl- oder nicht gebildeten Laute)
    • Erwecken der auditiven Aufmerksamkeit
    • (Hörspiele, Geräusche-Memory)
    • Erweiterung des Wortschatzes und des Aufgabenverständnisses
    • Förderung der grammatischen Fähigkeiten
    • Förderung der non-verbalen Kommunikation
    • (Gebärdensprache, zeigen und Mimik)
    • Förderung der Hörmerkspanne
  • Umsetzung von „Therapie“ am Beispiel eines 5 jährigen Mädchens:
  • Luisa (Name geändert) war im Gruppengeschehen permanent überfordert. Sie war nicht in der Lage, die ganzen Reize durch andere Kinder, Stimmen oder Dekorationen im Raum richtig zu verarbeiten und adäquat zu reagieren. Luisa rannte ständig von einer Sache zur nächsten, ohne jemals etwas zu Ende zu führen.

     

    Die Ergotherapeutin erarbeitete mit ihr immer größere und komplexere Handlungssequenzen und Reihenfolgen.

    Die Krankengymnastin brachte ihr das ausdauernde, physiologische Krabbeln bei

    Der Sprachtherapeut verbesserte ihr Sprachverständnis.

    Die Heilpädagoginnen in der Gruppe achteten auf einen stark strukturierten, alltäglich wiederkehrenden Tagesablauf.

    Nach ca. 1 Jahr war es Luisa möglich, sich in der Gruppe zu orientieren und zu einem sinnvollen, konzentriertem Spiel zu gelangen. Trotz dieser guten Erfolge werden wir die noch bestehende Restsymptomatik weiter behandeln.

    Parallel wurden hier auch Eltern durch Gespräche mit einbezogen, um auch zu Hause eine Verbesserung der Situation zu erzielen.

    Für uns sind diese Fortschritte das Ergebnis eines gelungenen Zusammenwirkens von Therapie und Pädagogik im Sinne des Kindes!

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